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Du fehlst...

... gerade jetzt besonders.
2.1.07 02:01


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Aquarium

Die Leute haben angefangen ihre Aquarien mit Lichtern zu verzieren. Auch ich habe schon ein bisschen buntes Licht in mein Aquarium geholt, aber nicht zu viel, damit der Eisbär nicht zu erstaunt sein muss, wenn er durch mein Fenster schaut. Es gefällt mir.

Heute war ich in der Stadt. Es war schön. Und ruhig. Die Leute flitzten aufgeregt umher, aber sie waren in einer ganz anderen Zeit und an einem anderen Ort. Ich ging langsam durch die beleuchteten Straßen. Die Leute huschten von Laden zu Laden und ich ließ mich durch die Lücken treiben. Es war schön, und ruhig. Es leuchtete leise, und die Lücken waren groß genug für zwei.

Es ist nicht Sommer, aber ein schöner Winter, von dem ich gar nicht wusste, dass er sich so frei anfühlen kann. Frei und zeitlos, weil ich weiss, dass Zeit nicht immer zählt.

16.12.06 23:15


Blauer Dampf

Als der kleine Drache an den Strand kam, war es bereits dunkel, und die Vorbereitungen für das Ritual am Strand waren bereits abgeschlossen. Fast alle Dorfbewohner, so schien es, waren schon an den Strand gekommen, die Lagerfeuer brannten schon, es wurde Musik gespielt und dazu getrommelt.

Der Mond hing groß und hell am Himmel und der kleine Drache schaute zum Mond und dachte bei sich, wo ihn seine Reise zum Mond jetzt schon hingebracht hatte. Dann ertönte der große Gong und die Dorfbewohner verammelten sich im Kreis um Dreph in der Mitte.

Nun fing das Schauspiel vom Vorabend erneut an. Die Dorfbewohner tanzten im Kreis, diesmal war der kleine Drachen unter ihnen, und in der Mitte stand Dreph, guckte grimmig und kniff die Augen zusammen.
Er schaute im Kreis umher, hielt plötzlich inne, schaute in die Richtung des kleinen Drachen - doch dieser konnte sich bei dem Anblick von Dreph nicht zurückhalten. Das sah einfach zu albern aus.

Der kleine Drache konnte sich nicht zusammenreißen und prustete vor Lachen. Dreph schien nicht besonders erfreut über das Lachen des Drachen zu sein. Er blickte den Drachen noch grimmiger an als zuvor. Da fing plötzlich der Vulkan an zu beben und dichte Rauchschwaden stiegen aus seiner Öffnung empor. Die Dorfbewohner hatten aufgehört zu tanzen und schauten ängstlich und gespannt auf Dreph, den Drachen und den Vuklan.

Doch dann konnte sich auch Dreph nicht mehr unter Kontrolle halten und fing laut und herzhaft an zu lachen. Und plötzlich konnten sich auch die anderen Dorfbewohner nicht mehr zusammenreißen und von überall ertönte ein befreiendes Gelächter. Gerade noch rechtzeitig sah Drephs Helfer eine ganz besonders große hellblaue Wolke über Drephs Kopf emporsteigen um sie in sein Glas einzufangen und zur
Wasserverbesserungsundbewässerungsmaschine zu bringen.

Als der blaue Dampf in die Maschine gegossen wurde, fing das Wasserrad an sich so schnell zu drehen, wie es noch nie ein Inselbewohner zuvor gesehen hatte. Und das Wasser, das auf die Felder geleitet wurde glitzerte als seinen tausende kleine Sternchen in dem Wasser. Und ohne dass es jemand wirklich gemerkt hat, hatte das Beben der Erde aufgehört und aus der Öffnung des Vulkans schoss ein Feuerwerk empor, das an Pracht kaum zu überbieten war.

Die Dorfbewohner und der Drachen, feierten noch lange und ausgelassen. Nur eine blaue Wolke von Dreph hatte gereicht, um die Felder für heute und die nächsten Wochen zu bewässern. Und die Stimmung unter den Inselbewohnern war nicht nur deshalb besonders gut an diesem Abend.

1.12.06 20:49


Apfelkuchen

Als der kleine Drache zwischen den Palmenblättern aufwachte war es schon hell und von der Feier am Vortag war außer den niedergebrannten Feuern nichts mehr zu sehen. Am Strand knüpften ein paar Fischer ihre Netze und eine leichte Brise wehte vom Meer auf den Strand. Irgendwann musste der Drache noch während der Feier am Rand des Urwalds eingeschlafen sein. Verschlafen streckte der Drache seine Beine von sich. Er gähnte und schaute sich um. In einiger Entfernung sah der Drache ein paar Holzhütten. Und weil ihm inzwischen kräftig der Magen knurrte, entschloss sich der Drache zu den Hütten zu gehen.

Bei den Hütten angekommen erkannte der Drache, dass er in einem kleinen Dorf angekommen war. Frauen schlenderten durch die Straßen und trugen dabei flache Schalen mit Obst auf dem Kopf, eine kleine Gruppe von Kindern rannte durch die Straßen und versuchten sich gegenseitig zu fangen beziehungsweise nicht gefangen zu werden. Eine der Hütten schien ein Gasthaus zu sein. Über dem Eingang hing ein Schild auf dem der Name "Oddaroddle" geschrieben stand.

Das Gasthaus war ein bisschen dunkel, aber sehr gemütlich. Im Hintergrund war leise Musik zu hören. Der kleine Drache wollte sich gerade an einen Tisch setzen, da winkte ihn ein Inseleinwohner zu sich an seinen Tisch. Da der Drache nicht unhöflich sein wollte setzte er sich zu zu dem Inseleinwohner. Dem kleinen Drachen wurde ein bisschen unwohl, als er erkannte, dass es die grimmige Gestalt war, die auf der Feier gestern die dunkelblaugrauen Wolken prodoziert hatte, aber jetzt gab es kein Zurück mehr.

"Na, Fremder, was treibt Dich denn hier her?" fragte der Inseleinwohner, der wie sich herausstellte Dreph hieß, was den kleinen Drachen aus irgendwelchen Gründen an den Namen Fred erinnerte. Und obwohl dem kleine Drachen am Anfang noch ein wenig ängstlich war, erzählte er in allen kleinen Details, wie er sich entschloss einfach loszufliegen um zu schauen, ob der Mond aus Käse oder Puderzucker ist. Und dass er noch dringend auf der Suche nach Himbeeren ist.

Und während der Drache seine Geschichte erzählte verschwand das ungute Gefühl, denn eigentlich schien Dreph ein ganz netter Kerl zu sein. Wenn auch ein bisschen eigenwillig. Schon als der kleine Drache über seine Aufpasstätigkeit erzählte, kamen bissige Kommentare von Dreph. Und als der Drache von seiner Vermutung erzählte der Mond sei gar nicht aus Käse, unterbrach ihn Dreph mit seiner tiefen Stimme und schimpfte: "Ja, diese Wissenschaftler, die wissen ja immer alles ganz genau. Was die immer alles erzählen und herausfinden, das kann man doch alles gar nicht glauben." Und klitze kleine Wölkchen aus dunkelblaugrauem Dampf entstanden über Drephs Kopf.

Als der kleine Drache mit seiner Geschichte zu ende war, fing Dreph an zu erzählen. Er erzählte dass er von seinem Großvater die Aufgabe übernommen hat die Wasserverbesserungsundbewässerungsmaschine am laufen zu halten (eine Aufgabe, die schon sein Großvater von dessen Großvater und dieser von dessen Großvater übernommen hatte). Doch so langsam, so scheine es, werde die Maschine alt, sie finge an komische Geräusche zu machen, und das Wasser habe auch nicht mehr die gewünschte Qualität und so gingen auch die Erträge auf den Feldern der Insel zurück, aber grummelte Dreph, für die ferne Zukunft sei das ja sowieso kein Problem, er habe den Eindruck, dass der Vulkan sowieso bald ausbreche und dann müsse man sich um die Wasserverbesserungsundbewässerungsmaschine eh keine Gedanken mehr machen. Der kleine Drache hatte irgendwie den Eindruck, dass Dreph das Schicksal der Insel doch nicht ganz so egal ist, wie er tat.

Dennoch fühlte sich der kleine Drache in der Gegenwart von Dreph eigentlich ganz wohl, und auch Dreph schien den kleinen Drachen zu mögen. Und so verbrachten die beiden noch den ganzen Nachmittag zusammen im "Oddaroddle".

Als es Abend wurde musste Dreph gehen. "Du weißt ja", sagte er zu dem Drachen, "die Wasserverbesserungsundbewässerungsmaschine läuft nicht ganz so, wie sie soll. Wir müssen sie heute schon wieder in Betrieb nehmen, damit die Ernte dieses Jahr noch zu retten ist, aber wenn Du nichts vor hast kannst Du ja mitkommen und mir bei der Arbeit zuschauen". Der kleine Drache zögerte ein kleines bisschen, sagte dann aber zu. "Dann bis gleich am Strand" verabschiedete sich Dreph, und ging noch einmal kurz nach hause um sich vorzubereiten. Der kleine Drache verputzte noch den kleinen Rest vom Apfelkuchen, den sich Dreph und er zum Nachtisch geteilt hatten und sprach dann noch mit der Gastwirtin die Einzelheiten wegen des Zimmers im "Oddaroddle" ab, welches sie ihm für die Nacht angeboten hatte.

24.11.06 21:22


Dampf

Der kleine Drache beobachte das Schauspiel am Strand aus sicherer Entfernung. Die Feiernden Gestalten entpuppten sich bei näherer Betrachtung als pelzige Gestalten irgendwo zischen Ewok und Bewohner des "Planeten der Affen". Eigentlich machten alle Wesen einen recht friedlichen Eindruck, dennoch schauten alle ein bischen argwönisch einher.

In der Mitte der Feier hatte sich ein großer Kreis von tanzenden Wesen gebildet und in der Mitte stand eine besonders grimmig schauende Gestalt, die Augen ein kleines bisschen zusammengekniffen. Dieses Wesen schaute im Kreis umher. Dann hielt es ab und zu plötzlich inne. Das Wesen in der Mitte murmelte etwas und man hörte ein dumpfes Grölen. Eine dunkelgraublaue Wolke entstand über dem Kopf des Wesens und stieg langsam empor. Dann kam ein anderes Wesen mit einer Art Einweckglas, fing die lansam aufsteigende Wolke in dem Glas ein, und schloss schnell den Deckel. Dann wurden jeweils ein großer Gong geschlagen, der so groß war, dass er noch lange nachhallte.

Das Glas wurde zu einer Konstruktion aus Holz gebracht, die etwas abseits der Feier stand. Es schien eine Wassertransportmaschine zu sein. Eine ziemlich großen Maschine. Was das Gerät genau machte war schwer zu erkennen. Aber man konnte ein großes Wasserrad sehen, das Wasser in ein kompliziertes System aus Rinnen schaufelte. Man konnte die Rinnen ein ganzes Stück mit dem Auge verfolgen, bis sie im Urwald hinter dem Strand verschwanden. Das Wasserrad drehte sich nur sehr träge und ächtzte und quitschte bei jeder seiner lansamen Bewegungen.

Dann wurde eine Klappe geöffnet und der dunkelblaugraue Dampf aus dem Glas wurde in die Maschine gegossen. Das Rad fing an sich schneller zu drehen, und man sah seltsam schimmerndes Wasser durch die Rinnen fließen und in den Rinnen im Urwald verschwinden. Der Drachen schaute erstaunt zu und ein kleines bisschen hatte er den Eindruck, dass die Erde jedes mal ein kleines bischen bebte, wenn neuer Dampf in die Maschine gegossen wurde.

23.11.06 00:17


Strom

Heute war ich am Deich. Ich war lange nicht mehr da. Es war nicht meine Idee, aber es war schön.
Als ich ankam, war es schon dunkel. Die Dunkelheit und die Ruhe legten sich wie ein großer schwerer Umhang um mich. Ich spürte, dass Du da warst. Ganz leise. Ich schwieg, genoss die Ruhe.

Das Wasser strömte langsam aber unaufhaltsam Richtung Meer. Immer weiter. Nicht auf zu halten. Hinter sich ließ es nur das plätschern der kleinen Wellen am Ufer. Unaufhaltsam, aber langsam und ruhig.

Ich legte meinen Arm um Dich. Ich sah in Dein Gesicht. Der Wind war kalt, aber nicht zu stark und mir war warm. Ich ließ meine Gedanken vom Wind davontragen. Ich schaute aufs Wasser und schwieg. Mein Kopf war frei, aber ich war nicht einsam. Ich schloss die Augen und schlief ein.

21.11.06 00:14


Sternenhimmel

Der kleine Drache flog also umher. Eigentlich flog er gar nicht umher, sondern einfach nur weiter, denn wo er zu dieser Jahreszeit Himbeeren herbekommen sollte wusste er nun wirklich nicht. Er flog also weiter und weiter, bis es Nacht wurde. Über ihm sah er die Sterne glitzern. Heute schienen sie ganz besonders schön zu funkeln, die Sterne funkelten so hell, dass sie sich im Wasser unter dem Drachen spiegelten. Ohne es zu merken war der kleine Drache auf das offene Meer geflogen. Hier gab es ganz bestimmt keine Himbeeren zu finden. Aber umkehren, das war dem Drachen klar, kam gar nicht in Frage. Also flog er weiter und weiter.

Allmählich jedoch wurden seine Flügel schwerer und schwerer und der Drache fragte sich, ob es wirklich die richtige Entscheidung war weiter aufs offene Wasser zu fliegen. Schon seit Stunden hatte er kein Stückchen Land mehr unter sich gesehen. Und jetzt, wo ihn die Kräfte verließen, fing er an zu zweifeln, ob seine überhaupt die richtige Entscheidung gewesen war, einfach so loszufliegen, oder ob er nicht lieber vor seiner Höhle geblieben wäre, schließlich war es dort doch gar nicht so schlecht. Doch während er noch zweifelte hörte er in der ferne Trommeln schlagen. Große Trommeln. Tiefe Trommeln. Bum bum bum bum. Und am Horizont konnte er ein schwaches Schimmern sehen.

Er nahm seine letzte Kraft zusammen und flog so schnell er konnte den heller werdende Lichtern entgegen. Je näher er den Lichtern kam, um so mehr konnte er erkennen. Die Insel musste ein großer Vulkan sein. Aus der Spitze des Berges stiegen dünne Rauchwolken empor, die von unten in einem glühenden Rot angestrahlt wurde. Am Strand sah er mehrer große Feuer. Die Lichter, die er schon von weitem gesehen hatte. Und zwischen den Feuern sah er Gestalten. Einige von ihnen Tanzten, andere Schlugen mit riesigen Klöppeln auf noch riesigere Trommeln ein. Der Drache war sehr aufgeret und gespannt und landete ein wenig abseits der Tanzenden und feiernden Gestalten.

18.11.06 21:16


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