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Auch Morgen noch.

So, das ist also der "Morgen der Vernunft". Und nu?

Der Herbst ist nun endgültig in Hamburg angekommen. Das einheitliche Grau hat die Stadt nun wieder in Beschlag genommen, einzelne gelbe Blätter wehen von den Bäumen quer über die Straße und verkünden, dass der Sommer dieses Jahr nun endgültig vorbei ist.
Die Welt wirkt ein bisschen verschwommen, ein bisschen diffus. Aber ist das schlimm? Ich mag den Herbst. Manchmal. Selbst die Gartenarbeiter sind nicht am Lärmen. Als hätten sie es geahnt, haben sie gestern noch einmal alle ihre Gerätschaften angeschmissen und jetzt ist Stille. Deswegen mag ich den Herbst. Manchmal. Alle Leute huschen durch das Grau und versuchen möglichst schnell von A nach B zu kommen. Und draußen gibt es keinen Lärm, nur die Geräusche, die die Leute machen, wenn sie an einem vorbeihuschen. Und dann gibt es noch das Rauschen der Blätter. Ohne das die kleinen gelben Blätter, die quer über die Straße fliegen nie verkünden könnten, dass nun wirklich Herbst ist.

Der Herbst ist seltsam. Die Welt huscht und bläst, und trotzdem scheint sich die Welt nur in Zeitlupe zu bewegen. Große komische Welt, und kleiner Jörgen mittendrin, der nur guckt und lächelt.

Und nu? Nun ist also Herbst, und das ist gut so, denn was wäre der Sommer ohne den Herbst.

6.10.06 11:40


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4019 - Kennst Du Harry und Sally?

Seltsam. Verwirrend vorgestern, seltsam heute.

"Himm..." - "Geht's Dir gut?" - "Ja, wieso?" - "Das hört man" - "Aha?" - "Ja, als Du Dich gerade hingesetzt hast, musste ich dann doch hochgucken." - "Ja, Du schreibst ja auch eine sms?" - "Na, weil Du so ein zufriedenes Geräusch gemacht hast."

Dunkler. Die Sitzbezüge sind dunkler, mehr blau, ein dunkleres blau. Und fast gar kein rot mehr dabei. Und die Plastikverkleidungen sind grau-grau und nicht mehr braun-grau, aber vielleicht vergilben die ja noch. Und die Verkleidungen erscheinen mir ein bisschen glänzender. Und am Ende des Wagens ist die Decke ein bisschen niedriger, und die Anzeige nicht am Ende des Wagens, sondern an der Frontseite des niedrigeren Teils, aber das nur im Mittleren Wagen.
Das ist die Antwort auf Bolkos kleines Rätsel.

Das leichte Flackern des kalten Neonlichts macht den Eindruck noch nüchterner. Inzwischen ist diese Strecke zu "meiner" Strecke geworden. Kein seltsames Gefühl mehr, dass diese Linie Gestern noch etwas ganz anderes war. Oder vor einen halben Jahr. Kein komisches Gefühl im Bauch, das die Veränderung merkt und unsicher und gespannt fragt, ob die Richtung, in die das Leben gerade strömt gut ist. Kein klebriger Sonnenschein aus Honig, der die Welt an der Stelle hält, an der sie gerade ist, und bei jeder Bewegung ein kleines bisschen an dir zieht, um dich festzuhalten. Kein gespanntes Lauschen auf das Zischen der Türöffnung, oder das Piepen beim Schließen, ob sich nicht noch etwas verändert hat.
Die Bahn bringt mich nun einfach nur noch nach hause. Ganz nüchtern, wie das kalte Licht der Leuchtstoffröhren. Den Kopf leicht im Nacken, die Augen halb geschlossen. Tür auf, Tür zu, noch eine Station.

"Kennst Du Harry und Sally?" - "Ja" - "So klang das gerade..." - "" - "...>>Ich möchte bitte das gleiche<<..." - "" - "Oh, Antwort auf die sms."

7.10.06 13:04


Ein bisschen

Gestern hat es geregnet. Manchmal große Tropfen, meistens nur ein Vorhang aus unendlich vielen kleinen Stücken feuchter Luft. Oben ist es grau. Dann hört es auf zu regnen. Ich trotte aus dem Haus. Ich hebe den Kopf, eigentlich nur um ein bisschen von der reingewaschenen Luft zu atmen - und dann ist der Himmel plötzlich blau. Die Sonne ist schon fast untergegangen, und er Mond schleicht sich gerade am Horizont entlang, um den Himmel für sich zu erobern. Kein Wölkchen, nur das satte Blau des Abendhimmels, das sich sanft in Richtung Sonnenuntergang verfärbt.

19. Juli 1963. Es ist der 90. Testflug der X-15. Joseph Albert "Joe" Walker sitzt im Pilotensessel des Flugzeugs. Die Nase der X-15 zeigt steil nach oben. Der Raketenmotor schüttelt das Flugzeug kräftig durch, die Vibrationen übertragen sich bis ins Cockpit, die Instrumente scheinen wild umherzuzappeln. Das klare Blau des Himmels wird satter und dunkler. Dann geht der Raketenantrieb aus. Und dann Stille. Mit einem Schlag hören die Vibrationen auf, Schwerelosigkeit setzt ein. Die X-15 steigt unmerklich weiter.
Das Hochzählen des Höhenmessers wird langsamer. Jetzt schaut Joe aus der Kanzel. Er sieht plötzlich zwei Welten. Über ihm das Weltall, tiefschwarz, und ruhig. Unter ihm der blaue Planet. Und er mitten dazwischen. Und Stille.
Der Höhenmesser bleibt stehen. 106 010 m. Die Macht der Schwerkraft reicht auch bis hier, wenn man sie auch nicht merkt. Langsam sinkt das Flugzeug jetzt wieder zurück Richtung Erde. Joe startet wieder den Raketenantrieb und beendet seine Mission.
Der Schwerkraft endgültig entkommen konnte Joe Walker nicht, aber er ist der erste Pilot, der den Weltraum erreicht hat. Das kann ihm keiner nehmen.



Am 23. August 2005 wurde Joseph Albert Walker in einer Zeremonie postum als Astronaut geehrt.

8.10.06 13:27


Leise

Warum leise? Weil man nur dann erkennen kann, was wirklich ist. Du schließt die Augen und es wird still. Erst wird es still. Und dann kommt es. Leise. Die Zeit zieht vorbei, und langsam formiert es sich. Nach und nach. Es rieselt herunter wie Sand und bildet ein Gefühl. Es ist wie kleine Wolkenfetzen, vom Wind umhergetrieben, die sich langsam formieren, erst noch ständig in Bewegung. Du erkennst schemenhafte die Figuren. Ist es seltsam? Traurig? Endlos? Du kannst es noch nicht richtig erfassen. Noch nicht. Noch verändert der Wind die Formen. Noch rieselt der Sand weiter. Wenn es leise ist.

Gestern war ich am Deich. Das orange Neonlicht des Hafens ist hinter mir zu sehen. Tausend kleine Ameisen trippeln durch den Hafen. Die Schlange kleiner Käfer mit weiß leuchtenden Augen krabbelt zum Elbtunnel. Dennoch ist es leise. Die Wolken stehen noch nicht still. Noch nicht.

Wenn es nicht leise ist, frieren die Wolken ein. Der Sand bleibt stehen. Es ist zu viel zu tun, zu viel Lärm, um das fließen der Zeit wahrzunehmen. Nur wenn es leise ist rieselt der Sand, aber nicht ewig. Wenn es lange genug leise gewesen ist, wirst Du wissen, was es ist.

Ich bin wieder am Deich. Ich schaue auf die Wolken, die sich immer noch verändern. Ich versuche nicht zu raten was die Wolken darstellen. Nicht jetzt. Diesmal schaue ich dem Spiel der Wolken einfach nur zu. Ich öffne meine Augen. Habe ich kurz zuvor noch eine Sternschnuppe gesehen?
9.10.06 15:36


Für Dich

Heute habe Ich geträumt. Für Dich. Ich habe eine große Blumenwiese geträumt. Das Gras duftet. Die hohen Halme wiegen sanft im warmen Wind. Wir liegen auf dem Rücken Kopf an Kopf, die Sonne scheint uns ins Gesicht. Irgendwo singt ein Vogel. Der Himmel ist blau, nur kleine weiße Tupfer aus Watte stehen still am Himmel. Eine Hummel setzt sich auf eine Blüte ganz in der Nähe. Alles ist so leicht und klar.
Es ist Sommer.
Ich muss meine Augen noch nicht auf machen. Wenn ich nicht aufwache bleibt es ewig so.

10.10.06 18:41


Kleines Herz

Kleines Herz sitzt da und lacht
Bumbum bumbum bumbum

Es schaut herum, ist stark zu fühl'n
Viel stärker als zuvor

Es tappst umher, kann gerade steh'n
Geht hier und da 'nen Schritt

Es guckt sich um, gibt viel zu sehn
Zu viel zum jetzt versteh'n

Nun schläft es wieder still und ruhig
Pass auf, dass es nicht bricht.

11.10.06 11:28


Wind

             A
 
             L
             E
              A
               F
     N D
 W I            F
                 A
                    L
                      L S
                          S s s . .

11.10.06 20:04


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