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Blauer Dampf

Als der kleine Drache an den Strand kam, war es bereits dunkel, und die Vorbereitungen für das Ritual am Strand waren bereits abgeschlossen. Fast alle Dorfbewohner, so schien es, waren schon an den Strand gekommen, die Lagerfeuer brannten schon, es wurde Musik gespielt und dazu getrommelt.

Der Mond hing groß und hell am Himmel und der kleine Drache schaute zum Mond und dachte bei sich, wo ihn seine Reise zum Mond jetzt schon hingebracht hatte. Dann ertönte der große Gong und die Dorfbewohner verammelten sich im Kreis um Dreph in der Mitte.

Nun fing das Schauspiel vom Vorabend erneut an. Die Dorfbewohner tanzten im Kreis, diesmal war der kleine Drachen unter ihnen, und in der Mitte stand Dreph, guckte grimmig und kniff die Augen zusammen.
Er schaute im Kreis umher, hielt plötzlich inne, schaute in die Richtung des kleinen Drachen - doch dieser konnte sich bei dem Anblick von Dreph nicht zurückhalten. Das sah einfach zu albern aus.

Der kleine Drache konnte sich nicht zusammenreißen und prustete vor Lachen. Dreph schien nicht besonders erfreut über das Lachen des Drachen zu sein. Er blickte den Drachen noch grimmiger an als zuvor. Da fing plötzlich der Vulkan an zu beben und dichte Rauchschwaden stiegen aus seiner Öffnung empor. Die Dorfbewohner hatten aufgehört zu tanzen und schauten ängstlich und gespannt auf Dreph, den Drachen und den Vuklan.

Doch dann konnte sich auch Dreph nicht mehr unter Kontrolle halten und fing laut und herzhaft an zu lachen. Und plötzlich konnten sich auch die anderen Dorfbewohner nicht mehr zusammenreißen und von überall ertönte ein befreiendes Gelächter. Gerade noch rechtzeitig sah Drephs Helfer eine ganz besonders große hellblaue Wolke über Drephs Kopf emporsteigen um sie in sein Glas einzufangen und zur
Wasserverbesserungsundbewässerungsmaschine zu bringen.

Als der blaue Dampf in die Maschine gegossen wurde, fing das Wasserrad an sich so schnell zu drehen, wie es noch nie ein Inselbewohner zuvor gesehen hatte. Und das Wasser, das auf die Felder geleitet wurde glitzerte als seinen tausende kleine Sternchen in dem Wasser. Und ohne dass es jemand wirklich gemerkt hat, hatte das Beben der Erde aufgehört und aus der Öffnung des Vulkans schoss ein Feuerwerk empor, das an Pracht kaum zu überbieten war.

Die Dorfbewohner und der Drachen, feierten noch lange und ausgelassen. Nur eine blaue Wolke von Dreph hatte gereicht, um die Felder für heute und die nächsten Wochen zu bewässern. Und die Stimmung unter den Inselbewohnern war nicht nur deshalb besonders gut an diesem Abend.

1.12.06 20:49


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Aquarium

Die Leute haben angefangen ihre Aquarien mit Lichtern zu verzieren. Auch ich habe schon ein bisschen buntes Licht in mein Aquarium geholt, aber nicht zu viel, damit der Eisbär nicht zu erstaunt sein muss, wenn er durch mein Fenster schaut. Es gefällt mir.

Heute war ich in der Stadt. Es war schön. Und ruhig. Die Leute flitzten aufgeregt umher, aber sie waren in einer ganz anderen Zeit und an einem anderen Ort. Ich ging langsam durch die beleuchteten Straßen. Die Leute huschten von Laden zu Laden und ich ließ mich durch die Lücken treiben. Es war schön, und ruhig. Es leuchtete leise, und die Lücken waren groß genug für zwei.

Es ist nicht Sommer, aber ein schöner Winter, von dem ich gar nicht wusste, dass er sich so frei anfühlen kann. Frei und zeitlos, weil ich weiss, dass Zeit nicht immer zählt.

16.12.06 23:15





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