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Himbeeren

Der kleine Drache saß vor seiner Höhle und wusste nicht so recht, was er tun soll. Klar, er passte auf, aber wenn man es mal genau betrachtete, gab es im Moment eigentlich gar nichts zum wirklich beaufpassen. Die zu Beaufpassenden, backten wahrscheinlich mal wieder einen Kuchen oder flogen albern und ziellos umher. Überhaupt gestaltete sich seine aupassende Tätigkeit in letzter Zeit eher eintönig. Aber, wenn er mal zuende geaufpasst hat, freute er sich schon, würde er zum Mond fliegen.

Die nächsten Wochen tat sich im Leben des kleinen Drachen nicht viel. Ab und zu gab es mal ein bisschen zu tun, hier mal ein bisschen grimmig gucken, um sicher zu gehen, dass hinter seinem Rücken kein Unfug gemacht wird, da mal ein bisschen demonstrativ mit vorgeschobener Brust und erhobenem Kinn hin und her laufen. Das einzige, was ihm ein bisschen komisch vorkam war, dass die Jahreszeiten erstaunlich schnell und unregelmäßig wechselten, aber was hatte er nicht schon alles erlebt und was das Wetter verrücktes anstellte, war ihm im Prinzip auch egal.

Eines Dienstag vormittags jedoch stand der kleine Drache wieder vor der Höhle, es gab mal wieder nichts zu tun, und er schaute nach oben. Und da sah er in der Nähe des Horizonts den Mond blass am blauen Taghimmel stehen. Langsam drängte sich ein Gedanke in sein Bewusstsein, der in den letzten Wochen gekommen, langsam gewachsen war, immer größer geworden ist, und nun endgültig in seinem Bewusstsein angekommen war und nun nicht mehr zu leugnen war. Der Gedanke erschien dem Drachen erst fremd, dann vielleicht doch ein bisschen zu kühn und nach sorgfältigem Überlegen entschied sich der Drache dazu dem Gedanken gehör zu schenken: Er entschied sich impulsiv zu sein und zum Mond zu fliegen. Jetzt. Schließlich bestand seine Aufpassaufgabe zur Zeit ja nur aus unwichtigem kleinkram, und sollte er wirklich benötigt werden, das wusste er, würde er sofort da sein um aufpassen. Jeder Zeit, Tag und Nacht. Das hatte er schließlich versprochen, und er war ja ein Aufpassdrache.

Er breitete seine Drachenflügel aus, flog los, stieg empor und flog Richtung Horizont, wo der Mond zu sehen war. Nach ca. 150 Metern drehte er noch mal um, um nachzusehen, ob er den Herd ausgestellt hatte. Der Herd war aus, er hatte ihn den ganzen Tag noch nicht benutzt, dann breitete seine Drachenflügel aus, flog los, stieg empor, kehrte nach 100 Metern noch mal um - hatte er das licht ausgemacht? Wer weiß, wie lange er unterwegs sein würde, da kann man ja nicht versehentlich die ganze Zeit das Licht brennen lassen... Das Licht war natürlich aus - Er breitete seine Drachenflügel aus, flog los, stieg empor und flog Richtung Horizont wo der Mond zu sehen war.

Der Drache sah den Mond und er hatte eine riesige Vorfreude. Doch als er den Mond ansah war er sich plötzlich ganz sicher: Puderzucker kein Käse. Und es wäre doch jammerschade, wenn er den Mond erreichen würde, alles voller feinstem Puderzucker wäre und er keine Himbeeren (oder wenigstens Brombeeren oder Erdbeeren) dabei hätte um sie mit Puderzucker bestreut essen zu können. Also musste der Drache bevor er zum Mond fliegen konnte ersteinmal Himbeeren finden.

9.11.06 23:43
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sonnentänzer (12.11.06 15:32)
Alles Gute, kleiner Drache!
Du findest bestimmt ein paar wunderbare Himbeeren.
Die süßesten udn feinsten findest du meist in Träumen, bei Häusern, in denen Liebe wohnt und es nach Kuchen riecht!
Im Herzen immer bei dir!

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